Baby(un)glück: “Strange Invaders” von Cordell Barker

Gestern stellten wir euch mit Runaway (2009) das jüngste Werk des gefeierten Animators Cordell Barker vor. Der Kanadier wird in seinem Heimatland wie kaum ein anderer Animationschaffender gefeiert. Nicht ohne Grund, wie man auch anhand von Strange Invaders erkennen kann, seinem zweiten Kurzfilm.

Der Film ist ein Must-See für alle jungen Eltern und ein warnendes Beispiel für alle, die eine Familie planen. Teils Science-Fiction, Teils Autobiografie – Barker begann mit der Produktion als er selbst zum ersten Mal Vater wurde – verbindet der Animator auf diabolische Weise elterliche Freuden mit tiefsitzenden Urängsten. Die Botschaft ist klar, Kinder stellen das Leben ihrer Eltern gründlich auf den Kopf und sie müssen nicht erst von einem anderen Stern kommen, um manchmal ganz schön befremdlich zu wirken.

Ein Kritiker sagte einst über Barker: „Den einzigen Vorwurf, den man Cordell Barker machen kann, ist, dass er einfach zu wenig macht, weil der akribische Prozess des Handzeichnens dazu führt, dass neue Projekte Jahre der Fertigstellung benötigen.” Wahre Worte, wenn man berücksichtigt, dass Barker für Strange Invaders fast zehn Jahre benötigte. Der Film wurde für den Oscar® nominiert, musste sich aber gegen Pixars Der Vogelschreck (For the Birds) geschlagen geben.

Morgen stellen wir euch den letzten von Cordell Barkers Kurzfilmen vor. Mit The Cat Came Back begründete der Animator seinen Ruf als Fachmann für wahnwitzige, ungeschliffene Trickfilmperlen mit dem gewissen satirischen Etwas.

VIA NFB

flattr this!